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Leichte Sprache vs. Einfache Sprache

Beide machen Texte verständlicher – aber unterschiedlich stark. Der Unterschied kurz erklärt.

Kurz gesagt: Leichte Sprache ist die stärker vereinfachte und strenger normierte Stufe, Einfache Sprache ist freier und näher an der Standardsprache.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Leichte SpracheEinfache Sprache
Regelnfest und streng (Regelwerk)frei, Empfehlungen
Sätzesehr kurz, ein Gedanke pro Satz, ein Satz pro Zeilekurz bis mittel, auch Nebensätze
Wörternur bekannte Wörter, keine Fachbegriffegrösserer Wortschatz erlaubt
Prüfungoft durch Menschen aus der Zielgruppemeist keine formale Prüfung
ZielgruppeMenschen mit Lernschwierigkeiten, kognitiven EinschränkungenMenschen mit geringen Lese-/Deutschkenntnissen

Dasselbe in drei Stufen

Derselbe Inhalt – von der Standardsprache über die Einfache zur Leichten Sprache:

Standarddeutsch Bei Krankheit ist eine telefonische Abmeldung im Sekretariat bis spätestens 8.00 Uhr erforderlich.
Einfache Sprache Wenn Ihr Kind krank ist, melden Sie es bitte bis 8.00 Uhr telefonisch im Sekretariat ab.
Leichte Sprache Ihr Kind ist krank? Dann rufen Sie im Sekretariat an. Rufen Sie bis 8 Uhr am Morgen an.

Wann nehme ich was?

Leichte Sprache überall dort, wo der Text auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten verständlich sein muss – bei amtlichen Informationen, in der Schule, bei barrierefreien Angeboten. Einfache Sprache, wenn Sie ein breites Publikum erreichen wollen, ohne die strenge Norm.

leichte.ch ist bewusst auf Leichte Sprache ausgerichtet. Probieren Sie es aus:

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Rechtlicher Rahmen

Barrierefreie Sprache ist an vielen Orten gesetzlich verankert:

  • UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK): Recht auf barrierefreien Zugang zu Information und Kommunikation.
  • Schweiz: Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) und -verordnung (BehiV) – Bund und Kantone machen Informationen für Menschen mit Behinderungen zugänglich.
  • Deutschland: Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und BITV 2.0 – Behörden müssen zentrale Inhalte auch in Leichter Sprache anbieten.
  • Normen: Für Leichte Sprache gilt das Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache, ergänzt durch die DIN SPEC 33429 (2025). Für Einfache Sprache gilt die DIN 8581-1 (2024, auf Basis der DIN ISO 24495-1).

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Leichter und Einfacher Sprache?

Leichte Sprache folgt festen, strengen Regeln: sehr kurze Sätze, nur ein Gedanke pro Satz, je ein Satz pro Zeile, einfache Wörter, keine Fachbegriffe – oft mit erklärenden Bildern. Sie wird oft von Menschen aus der Zielgruppe geprüft und richtet sich vor allem an Menschen mit Lernschwierigkeiten. Einfache Sprache ist freier: längere Sätze sind erlaubt, der Wortschatz ist grösser, sie richtet sich eher an Menschen mit geringen Deutsch- oder Lesekenntnissen. Leichte Sprache ist also die stärker vereinfachte, strenger normierte Stufe.

Wann nehme ich Leichte, wann Einfache Sprache?

Leichte Sprache, wenn der Text auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder kognitiven Einschränkungen verständlich sein muss – etwa bei amtlichen Informationen oder barrierefreien Angeboten. Einfache Sprache, wenn Sie ein breites Publikum mit unterschiedlichen Lesekenntnissen erreichen wollen, aber keine so strenge Norm brauchen.

Macht leichte.ch Leichte oder Einfache Sprache?

leichte.ch ist auf Leichte Sprache ausgerichtet – die am stärksten vereinfachte, nach dem Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache normierte Stufe.

→ Die Regeln der Leichten Sprache im Detail